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Joachim von Maydell

Kandidat für

Ratsliste  
Wahlkreis 23 Plittersdorf / Hochkreuz
Bezirksvertretung BV Bad Godesberg Platz 3
   

Über mich:

geb. 1952 in Duisdorf, damals Sitz eines „Amtes“, d.h. Verwaltungszentrum für mehrere Nachbargemeinden, z.B. Oedekoven...  Aber kein echter Duisdorfer, sondern Beamtenkind, als solches mehrere Jahre im Ausland (Ankara, Helsinki); mein Schulweg in Ankara , wenn mich nicht mein Vater im Auto in die Botschaftsschule mitnahm, führte an einem Gecekondu vorbei: „so viel wie „nachts hingestellt“ (türkisch gece: Nacht)“ (Wikipedia). Hingestellt waren da Umzugscontainer, in denen offensichtlich Familien wohnten…

Nachdem meine Mutter mich zu Ostermärschen der Atomwaffengegner mitgenommen hatte, wurde ich seit 1967 in Bonn politisch aktiv. Habe jedem linksrheinischen Stadtbezirk jahrelang gewohnt, seit 2006 in Godesberg. 1981-2018 Lehrer am Friedrich-Ebert-Gymnasium (Deutsch, Geschichte, Politik); viele Jahre  SV-Verbindungslehrer, darunter zehn Jahre für die LSV NRW. Seit 1979 in verschiedenen Funktionen in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, 2000-2018 Stadtverbandsvorsitzender in Bonn, bis heute im Kreisvorstand des DGB. Sonstige Mitgliedschaften u.a. Naturfreunde, Gedenkstätte und NS-Dokumentationszentrum e.V.

Ich koche gern, lese viel, höre vielerlei Musik, genieße moderne Kunst, fahre Fahrrad und gehe zu Fuß z.B. oft im Siebengebirge. Englisch- und Französischkenntnisse konnte ich im Beruf z.B. bei Auslandskontakten pflegen, nach der Pensionierung ist Italienisch dazugekommen.

 

Meine Politik:

Wie ungleich die Chancen auf der Welt verteilt sind, wurde mir in der Türkei plastisch vor Augen geführt. In den Jahren um 1968 verband ich dies besonders mit den Protesten gegen den Vietnam-Krieg der USA und gegen die Notstandsgesetze. Entscheidend schien mir der Gegensatz von Lohnarbeit und Kapital, an der Wand meiner Lieblingskneipe (Schumannklause) einerseits auf den Punkt gebracht auf dem Poster von Klaus Staeck: „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“. Aber die SPD zu wählen wäre mir nicht eingefallen, da ich (wie Rosa Luxemburg) daran glaubte, dass die Geschichte jedenfalls für den Sieg der Arbeiterklasse auf dem Weg über die sozialistische Revolution sorgen würde.

Zwei Aktivitäten seitdem möchte hier nennen, weil sie wieder besonders aktuell sind:

  • Ab 1980 habe ich die Friedensbewegung und besonders den Krefelder Appell gegen die NATO-“Nachrüstung“ unterstützt. Nicht die „Doppelbeschluss“-Politik von Helmut Schmidt hat 1983 zweimal den Atomkrieg verhindert, sondern im September der sowjetische Oberstleutnant Stanislaw Petrow, als er auf den Fehlalarm des Frühwarnsystems vor einem Atomangriff besonnen reagierte, und im November der amerikanische Präsident Ronald Reagan, indem er nicht an der NATO-Übung Able Archer teilnahm und damit die Angst einiger sowjetischer Politiker nahm, es handle sich um Vorbereitungen eines Atomangriffs. 
  • Die Katastrophe von Tschernobyl 1986 hat mir die Augen dafür geöffnet, dass technologische Risiken nicht immer kalkulierbar oder beherrschbar sind. Seitdem ist mir umweltpolitisches Engagement wichtig und seit meiner Pensionierung immer mehr die Hauptsache.

Der Schwerpunkt meiner kommunal- und landespolitischen Aktivitäten der ist die Schulpolitik. Dass das deutsche Bildungssystem Kinder aufgrund ihrer sozialen Situation und ihrer Herkunftssprache besonders benachteiligt, bestätigen seit 2000 regelmäßig die PISA-Studien. Die Benachteiligung war vorher bekannt, sogar im Politikunterricht mit dem an meiner Schule eingeführten Buch. Schockierend war, dass andere Länder wie z.B. Schweden die Probleme zumindest ansatzweise besser lösen.

Schulpolitik ist Landespolitik, aber die Stadt als Schulträgerin hat eine große Verantwortung für Zustand und Ausstattung der Schulen. Schulentwicklungsplanung ist kommunale Angelegenheit. Seit November 2010 bin ich stellvertretendes Mitglied im Schulausschuss (da DIE LINKE leider nur ein Mandat im Ausschuss hat). Dort und im DGB habe ich 2012 und 2019 besonders versucht, eine Zusammenarbeit zwischen Bonn und Alfter bei der Errichtung einer gemeinsamen Gesamtschule für Alfter und den Bonner Westen zu unterstützen, leider vergebens.

In Godesberg interessiert das nicht? Aber Hochkreuz gehört auch zum Bundesviertel, wo Tausende neue Wohnungen gebaut werden sollen. Auch ohne diese war die einzige weiterführende Schule innerhalb dieses Gebiets, das Friedrich-Ebert-Gymnasium, schon bisher in einigen Jahrgängen überlaufen. Und jetzt wird bei der neuen Planung gar nicht daran gedacht, was dieser Standort sowohl für 13% der Bewohner (13 Schuljahrgänge, wie sie üblicherweise der Schulentwicklungsplanung zugrunde zu legen sind) bedeutet als auch in der zentralen Lage, die bei der erforderlichen besseren Anbindung nach Siegburg, Bornheim, über die Seilbahn usw. noch besser werden muss, damit die Planung für das neue Quartier zukunftsorientiert und nicht chaotisch wirkt.

Seit ein paar Monaten stellvertrete ich DIE LINKE auch im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz. Für Godesberg habe ich mich hier besonders für die Erhaltung der unersetzlichen Böden im geplanten Neubaugebiet In den Schleiden eingesetzt. Im Bereich Hochkreuz-Plittersdorf freue ich mich sehr über das Engagement vieler Anwohner für die Erhaltung der Bäume im Carstanjen-Park, in meiner Nachbarschaft unterstütze ich  die Erhaltung der Bäume in der Rüdesheimer/Eltviller Str. und den Bau familiengerechter Wohnungen auf die bestehenden Gebäude. Die Ersetzung der bisherigen Telekom-Büros in der Kennedyallee durch Wohnungen freut mich, aber es ist nicht gründlich genug geprüft, ob diese nicht auch bei Erhaltung des denkmalgeschützten Baubestands (besonders der Perspektive von der Kennedyallee aus) möglich wäre.

Im DGB habe ich mich besonders mit der Wohnungspolitik befasst und einigen Anteil an der Entwicklung der Kommunalpolitischen Forderungen, s. koeln-bonn.dgb.de/themen/++co++9953d8fe-32e0-11ea-bd05-52540088cada/@@dossier.html

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Ilja Bergen