Dr. Michael Faber
OB- und Spitzenkandidat
Liebe Bonnerinnen und Bonner,
bei der Kommunalwahl am 14.09.2025 trete ich für Die Linke in Bonn als Oberbürgermeisterkandidat und Spitzenkandidat für den Stadtrat an. Seit vielen Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich im Stadtrat und bin Vorsitzender der Linksfraktion. Bonn ist mein zu Hause und das meiner Familie. Gemeinsam mit den Mitgliedern und Engagierten der Bonner Linken bringe ich Ideen und Vorschläge ein, wie unsere Stadt sozialer und nachhaltiger werden kann, wie wir den explodierenden Wohnkosten etwas entgegensetzen und den Sanierungsstau bei Schwimmbädern und Schulen endlich wirksam angehen können. Nicht zuletzt will ich in Zeiten, in denen Rechtsradikale bundesweit an Zustimmung gewinnen, ein klares Zeichen setzen: Bonn kippt nicht – Bonn bleibt stabil sozial, ökologisch und weltoffen. Informieren Sie sich gerne hier und bei den vielen Wahlkampfformaten in der Stadt über meine Vorstellungen für Bonn. Schreiben Sie mir bei Fragen auch gerne eine E-Mail. Über Ihre und eure Unterstützung für Die Linke und meine Kandidatur bei der Wahl am 14.09. würde ich mich sehr freuen.
Herzliche Grüße
Michael Faber
Zehn zentrale Positionen, für die ich stehe:
- Bezahlbares Wohnen: Die Stadt muss vorhandene und geeignete kommunale Flächen mit (ausschließlich) preisgünstigem Wohnungsbau über die städtische VEBOWAG oder Genossenschaften entwickeln, private Flächen in großem Umfang ankaufen, Leerstand bekämpfen, Verdrängung durch Milieuschutzsatzungen aufhalten und Mietwucher durch Bußgelder konsequent ahnden.
- Bonn-Ausweis sichern und ausbauen: Dass auch in Bonn viele in Armut leben – damit dürfen wir uns nicht abfinden. Deshalb haben wir den Bonn-Ausweis als Teilhabeinstrument ausgebaut, also für mehr Personen verfügbar gemacht (Bonn-Ausweis-Rechner) und auch die Leistungen ausgeweitet, etwa die Einführung eines echten Sozialtickets für Bus und Bahn für 19 EUR im Monat. Der Bonn-Ausweis muss nicht nur verteidigt, sondern weiter ausgeweitet werden.
- Verkehrswende fortsetzen: Nach jahrzehntelanger Politik nahezu ausschließlich für das Auto, müssen Alternativen gestärkt werden. Das geht nicht, ohne dem Auto Raum in der Stadt zu nehmen. Fahrrandinfrastruktur ausbauen, attraktive Bedingungen für den Fußverkehr schaffen und auch einen zuverlässigen und bezahlbaren ÖPNV sicherstellen, ist das Gebot der Stunde. Ein steuerfinanzierter ÖPNV wäre wünschenswert, bis dahin müssen Preiserhöhungen abgelehnt und weitere günstige Angebote geschaffen werden, wie das schon auf unsere Initiative eingeführte günstige 24h-Gruppenticket für bis zu 5 Personen zu 9,90 EUR.
- Für kommunalen Tierschutz: Das Tierheim Bonn muss von der Stadt gerade auch vor dem Hintergrund der Flächenverluste durch den unsinnigen Autobahnausbau unterstützt werden. Bonn braucht auch mehr betreute Taubenhäuser für eine schonende Regulierung der Population. Nutrias in der Rheinaue dürften nicht getötet werden, sondern sollten im Rahmen eines Modellprojektes mit dem Deutschen Tierschutzbund sterilisiert werden. Feuerwerke, vor allem in der Rheinaue und auch anlässlich von Rhein in Flammen, sind nicht mehr zeitgemäß und sollen durch Drohnen-Shows ersetzt werden. Die städtischen Kontrollen von Tierversuchen (insbesondere bei der Universität) sollten ausgeweitet und personell gestärkt werden. Die Linke gibt in Bonn Tierschutz eine Stimme!
- Frauenhäuser ausbauen: Die in der vergangenen Wahlperiode gelungene Ausbau der Plätze (+15 auf 57 Plätze) in Frauenhäusern ist gut, reicht aber nicht aus. Ein neues Haus wird dringend benötigt, damit Frauen und deren Kinder Zuflucht vor Gewalt finden können.
- Frankenbad sanieren und Melbbad wieder öffnen: Mit dem Sanierungsstau in Bonn ist die Stadt in den bisherigen Strukturen überfordert. Bonn braucht eine eigene, kommunale Sanierungsgesellschaft, die auch übertariflich zahlen kann, damit komplexe Sanierungsvorhaben mit den besten Köpfen angegangen werden können. Die Linke macht sich für das Frankenbad und das Melbbad stark. Ich will zeigen, dass auch schwierige Sanierungsvorhaben der öffentlichen Hand nicht aus dem Ruder laufen müssen.
- Für wirkungsvollen Klimaschutz: Die Klimaerwärmung stellt auch Bonn vor riesige Herausforderungen. Wir müssen radikal umsteuern. Dafür sollen die Stadtwerke die Art ihrer Energieproduktion konsequent auf echte erneuerbare Energien umstellen. Das Steinkohlekraftwerk Lünen, an dem die SWB beteiligt ist, muss abgewickelt werden, erneuerbare Alternativen zum Gaskraftwerk realisiert und die Müllverbrennungsanlage als großer Emmissionsbringer eingeschränkt werden (keine Gewerbemüllverbrennung mehr, Bioabfälle getrennt verwerten). Für eine klimaneutrale Stadt bis 2035.
- Schulreinigung rekommunalisieren: Anstatt die Schulreinigung über Ausschreibungen an Private zu vergeben, wo dann häufig zu wenig Zeit für die Beschäftigten und eine gründliche Reinigung verbleibt, soll die Stadt wieder eigene Reinigungskräfte einstellen – mit besserer Bezahlung, mehr Reinigungszeit und das Personal als fester Bestandteil des Schulteams. Das wird nicht billiger, dafür wird prekäre Beschäftigung zurückgedrängt und es wird sauberer an den Schulen. Darauf kommt es an.
- Kultur, Bildung und Begegnung fördern: Die vielfältige Bonner Kulturlandschaft muss erhalten und gefördert werden. Dazu gehören auch Begegnungsorte für Menschen ohne Konsumzwang. Familien und Kinder brauchen verlässliche Kinderbetreuung und Bonn eine sechste Gesamtschule. Mit einem kostenlosen Schulfrühstück sorgen wir dafür, dass alle Kinder gut in den Schultag starten.
- Gegen den rechten Zeitgeist: Der anonyme Krankenschein muss fortgesetzt und weiter gefördert werden, denn der Zugang zu Gesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht. Auch die vielen engagierten Initiativen für die Integration von Geflüchteten gehören weiter unterstützt, wie auch die örtliche Sea-eye-Gruppe. Vor rechts knicken wir und knickt Bonn nicht ein.
Das ist natürlich nur ein kurzer Überblick. Die ausführliche inhaltliche Grundlage der Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt ist das Wahlprogramm des Kreisverbandes von Die Linke Bonn, das hier aufgerufen werden kann.
Zur Person:
Dr. Michael Faber ist 44 Jahre alt und lebt mit Frau und zwei Töchtern seit vielen Jahren in der Bonner Nordstadt. Aufgewachsen in Zülpich, im Bonner Umland, hat er erste kommunalpolitische Erfahrungen bei der Gründung einer unabhängigen Jugendwählervereinigung gesammelt, für die er auch dem Zülpicher Stadtrat angehörte. 2002 ist Michael Faber zum Jura-Studium nach Bonn gezogen und hat dort zwei juristischen Staatsexamina absolviert und zu kommunalrechtlichen Fragen provomiert. Seit 2012 arbeitet er in einer Kanzlei in Bonn und vertritt dort als Fachanwalt für Verwaltungsrecht schwerpunktmäßig Kommunen und kommunale Interessen. Seit 2024 gehört er dem Landesvorstand des Städtetages NRW an. Ehrenamtlich hat sich Michael Faber viele Jahre im Vorstand des örtlichen Mieterbundes und als Vorsitzender der Nicaragua-Hilfe Bonn engagiert. Dem Bonner Stadtrat gehört Michael Faber seit 2009 als Vorsitzender der Linksfraktion an.
https://www.instagram.com/mifa.bo/

