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Statement unserer iranischen Partner: Deutschland muss jetzt handeln!

Am 29.01.2026 haben die Die Außenminister*innen der Europäischen Union beschlossen, die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) auf die EU-Terrorliste zu setzen. Dies wurde schon lange von iranischen Oppositionsgruppen gefordert und nun endlich realisiert. Hiermit reagierte die EU auf das Massaker, das das iranische Regime im Januar 2026 an der eigenen Zivilbevölkerung angerichtet hat: In nur wenigen Tagen nach dem 08. Januar 2026 tötete das Regime nach Angaben von Oppositonellen und Menschenrechtsgruppen in wenigen Tagen über 40.000 Menschen, die in den Straßen für Freiheit demonstriert hatten.

Vor diesem Hintergrund haben wir folgendes Statement aus der Mitte der Gruppen der Bonner Iran-Solidarität im Bonner Exil erhalten, mit denen wir zusammenarbeiten (die Person möchte aus Sicherheitsgründen lieber anonym bleiben):

"Ich habe die ersten zwölf Jahre meines Lebens unter dem Terror der Islamischen Republik verbracht. Angst, Schweigen und Gewalt gehören zu meinen frühesten Erinnerungen. Auch nach über 30 Jahren im Exil lässt mich das nicht los.

Die Terrorlistung der Islamischen Revolutionsgarden durch die EU war längst überfällig. Dieser Terror war nie nur ein fernes Problem. 1992 wurde hier in Bonn der iranische Künstler und Regimekritiker Fereydoun Farrokhzad in seiner Wohnung ermordet. Ein Verbrechen, das dem Regime zugeschrieben wird.

Der Terror der Islamischen Republik hat Europa längst erreicht.

Jetzt darf es nicht bei Symbolik bleiben. Deutschland und Europa müssen konsequent handeln: die Botschafter der Islamischen Republik ausweisen, keine neuen Konsulate eröffnen, auch nicht in Bonn und die Menschen im Iran aktiv unterstützen, damit dieses Regime endlich fällt.

Gleichzeitig gilt: Schutzsuchende aus der Islamischen Republik dürfen nicht abgeschoben werden. Wer vor Folter und Tod flieht, braucht Schutz.

Was jedoch nicht passieren darf, ist, dass Täter dieses Regimes oder deren Profiteure unter dem Deckmantel des Asyls etc. hier Zuflucht finden und unbehelligt bleiben.

Deutschland ist für viele von uns zur zweiten Heimat geworden. Es wäre unerträglich, die Verantwortlichen dieses Terrors eines Tages als Nachbarn wiederzutreffen.

Dieser Moment ist historisch, auch für Europa. Jetzt braucht es Konsequenz und Solidarität mit den Menschen im Iran."

Schauen wir nicht weg, seien wir laut und solidarisch mit den demokratischen Kräften im Iran, die gegen das mörderische Regime kämpfen, um es endlich zu Fall zu bringen!

Jin, Jiyan, Azadi!

Hoch die internationale Solidarität!

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