DIE LINKE. Bonn ruft alle auf: Kommt

Auch wenn der 1. Mai medial weichgespült wurde, sollten wir den historischen Bezug des 1. Mai nicht aus dem Auge verlieren. Der 1. Mai heißt in NRW offiziell „Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde“.
Er wird auch gern als „Maifeiertag“, „Tag der Arbeit“ bezeichnet. Die Begrifflichkeit "Tag der Arbeit" haben die Nazis eingeführt! Schon vergessen - oder nicht gewußt? Nur noch selten wird dieser Feiertag als „Kampftag der ArbeiterInnenbewegung“ oder als "Internationaler Kampftag der ArbeiterInnen" bezeichnet.

Historisches zum 1. Mai: siehe Wiki

Die Wirtschaftskrise, in der wir uns derzeit befinden, ist nicht entstanden, weil das Kapital so sozial zur Arbeitnehmerschaft war oder weil die mächtigen Wirtschaftsbosse ihr Augenmerk auf die ökonomischen- und umweltpolitischen Probleme unseres Planeten gelegt haben. Nein, wir sind in der Krise, weil der Kapitalismus genau das macht, wofür er steht: Für eine ausbeuterische Bereicherung zu Ungunsten der Arbeiterklasse! Er zerstört und bekämpft alles, was ihn daran hindert. Das Milliarden Menschen darunter leiden, wird von den Kapitalisten billigend in Kauf genommen. 

Jetzt sollen wir, unsere Kinder und Kindeskinder, diesem maroden System, mit unseren Geldern, wieder auf die Beine verhelfen. Wir sagen: „NEIN, wir zahlen nicht für eure Krise“. Wir fordern: „Ein Schutzschirm für die Menschen

Warum geht es der europäischen ArbeiterInnen in den letzten Jahrzehnten so verhältnismässig gut? Eine Antwort ist, weil Gewerkschaften dem Kapital mit Protesten immer und immer wieder kleine Stücke von der Arbeitnehmerschaft geschaffenen Profit abgerungen haben. Der 1. Mai symbolisiert diese Proteste. Das Kapital gönnt uns diesen arbeitsfreien Tag nur noch, solange er die Gewerkschaften beziehungsweise die Arbeiterschaft fürchten muss. Erste Versuche, diesen Feiertag abzuschaffen, gab es schon. Also müssen die Gewerkschaften und die Kampfkraft der ArbeiterInnen gestärkt werden!

Deshalb: 'raus auf die Straße! Wartet nicht mehr auf Wunder von oben oder auf "bessere Zeiten" - werdet selbst aktiv! 

Der 1. Mai ist unser Tag, nicht der Tag des Kapitals und seinen Helfershelfern in den Parlamenten, bei den konservativen Parteien! Wir nehmen uns das Recht auf Protest selbst - überall, täglich!

"Das Recht auf den politischen Steik wird euch nicht gönnerhaft von Politikern oder Gewerkschaftern, erst recht nicht von konservativen Juristen/Richtern, "geschenkt" - dieses Recht müssen wir erkämpfen! Ebenfalls täglich und überall! Das ist der Slogan, den wir am 1. Mai unter die Leute bringen werden! Denn: wir sitzen vielleicht alle im selben Boot- aber wir ArbeiterInnen, StudentInnen, SchülerInnen, RentnerInnen und KleinsthändlerInnen bestimmen die Richtung, in der das Boot fahren soll- wer sonst?" (zitiert nach Wolfgang Huste, DIE LINKE Rhein - Sieg bzw. Kreisverband Ahrweiler, Rheinland- Pfalz).

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2010