"Wir zahlen nicht für eure Krise" war das Motto der Demonstration am 20.3. 2010 in Essen, an der ca. 5000 Demonstranten teilnahmen. Auch viele Mitglieder des Bonner Kreisverbandes Die Linke fuhren mit den von ver.di gestellten Bussen nach Essen.
Zahlreiche Gruppierungen beteiligten sich an der Demonstration: die Linkspartei, ver.di, DKP, MLPD, ATTAC, die Bildungsstreik-Initiative, Linksaktivisten sowie einige kleinere Gruppen. Beeindruckend war nicht nur diese bunte Mischung, sondern auch die Teilnahme sämtlicher Generationen.
Passend zum Thema fand die Auftaktveranstaltung direkt neben dem Hotel Mövenpick statt, unter anderen sprach hier auch der Bonner Martin Behrsing für das Erwerbslosenforum. Jugend-, MigrantInnenorganisationen sowie GewerkschafterInnen wiesen ebenfalls darauf hin, dass nicht sie es waren, welche die Krise des Kapitals verursacht haben, jedoch über Steuererhöhungen, Massenentlassungen, Lohnkürzungen, Bildungsgebühren oder Hartz 4 jetzt und in Zukunft dafür zahlen sollen.
Anschließend zogen die Demonstrierenden, ausgestattet mit Fahnen, Transparenten und Trillerpfeifen, aber auch mit Musikwagen und Megaphonen durch die Essener Innenstadt. Dabei drückten sie ihren Unmut über die derzeitige Politik auf teils sehr kreative Art und Weise aus, wie auf den Bildern zu sehen ist.
Insgesamt verlief die Demonstration größtenteils friedlich. Als Provokation und Kriminalisierung einer friedlichen Demonstration wurde von vielen Teilnehmern dennoch das Verhalten der Polizei empfunden: So wurde z.B. noch auf der Abschlusskundgebung ein seit vielen Stunden aufgestellter Stand der Gruppe "KPD" (Ost) von der Polizei eingekesselt und beschlagnahmt, mit der Begründung, sie sei ja verboten.
In der Bilanz hat sich jedoch, trotz allem, gezeigt: Es gibt sie, die Menschen, die sich einsetzen gegen Sozialabbau, gegen Ungerechtigkeit und für Unterdrückte, es gibt sie und sie sind laut, kreativ und engagiert!
Esther Löhr - Sprecherin KV DIE LINKE. Bonn