Bildung
Bildung ist die Grundlage für gesellschaftliche Chancen. Nur die Gleichheit im Zugang zu Bildung gewährleistet gleiche Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe. Bildung ist ein Menschenrecht und und sein Erwerb muss allen, unabhängig von den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen, gleichermaßen offen stehen Daher lehnen wir Bildungsentgelte wie KITA-Gebühren, Studiengebühren oder Schulgeld konsequent ab. Aufgabe kommunaler Bildungspolitik ist allem voran die Rahmenbedingungen für den Bildungserwerb aller stetig zu fördern und zu verbessern.
- Betreuungsquote: Die Stadt muss mit einem kommunalen Management dafür sorgen, dass die Betreuungsquote die Zielmarke von 100% erreicht. Ziel ist es, dass alle Kinder wenigstens ein Jahr vor der Einschulung einen Kindergarten besuchen. Die U3 Betreuung muss ausgebaut werden.
- Bei den Gebühren zur Kindertagesbetreuung sind wir für eine generelle Beitragsfreiheit. Die Beitragsfreiheit soll stufenweise in fünf Jahren erreicht werden. Im ersten Schritt soll für die ersten beiden Beitragsstufen (bis 36.813 Euro Jahresfamilienbruttoeinkommen) die Gebühren erlassen werden. Beispiel einer Kommune mit niedrigen KITA Gebühren ist beispielsweise Siegen-Wittgenstein: hier gilt bis zur zweiten Einkommensstufe Beitragsfreiheit.
- für eine verstärkte Einstellung und Ausbildung von Erzieher/innen mit Migrationshintergrund und die Förderung der interkulturellen Erziehung
- Um allen Kindern gleiche Bildungschancen zu eröffnen, ist es notwendig das Angebot an vorschulischer Sprachförderung weiter auszubauen. Dabei müssen die Hilfsangebote deutlich früher als im 4. Lebensjahr beginnen. DIE LINKE in Bonn wird sich aktiv für die Fortführung und flächendeckende Durchführung von fortschrittlichen Sprachförderprogrammen, z.B. unter Einbeziehung der Eltern, einsetzen.
- Das Landesprogramm zur Sprachstandserhebungen bei Vierjährigen (DELFIN-4) muss kritisch begleitet werden und soll unter verbesserter Einbeziehung der Erzieherinnen und Erzieher erfolgen. Da das Sprachstandsfeststellungsverfahren generell zahlreiche Mängel aufweist und den Förderbedarf nicht zuverlässig ermitteln kann, muss sich Bonn auf andere Maßnahmen stützen, um die Sprachkompetenzen der Kinder im Vorschulalter zu verbessern. Dazu fordern wir:
- Maßnahmen der Stadt, um durch Aufklärungskampagnen und Ausbau der KITA-Plätze das Ziel zu erreichen, dass 100 Prozent der Kinder mindestens ein Jahr vor der Einschulung eine KITA oder einen Kindergarten besuchen.
- Den zusätzlichen Einsatz, entsprechend qualifizierten Personals in KITAs und Kindergärten zur Verbesserung der Spachkompetenzen der Kinder zum Beispiel beim Spielen.
Mittagessen für Bonner Kinder in KITAS und Schulen
- Gesundes Mittagessen in KITAs als ein fester Bestandteil des Ganztagsangebots. Und wir fordern dazu den flächendeckenden Ausbau der Schulen mit Mensen.
- Mittagessen für alle Kinder in Bonn kostenlose Schulspeisung und Mittagessen in KITAs.
Die LINKE. Bonn fordert:
- die Einrichtung einer vierten Gesamtschule in Bonn.
- Die Theodor-Litt Schule (Sekundarhauptschule) ist ein Etikettenschwindel. Um den Erfolg der Modellschule sicherzustellen, muss die Theodor-Litt Schule in die Lage versetzt werden, auf die gymnasiale Oberstufe vorzubereiten. Dafür braucht sie eine bessere Personalausstattung, die sowohl den Spanischzweig als auch den technisch-naturwissenschaftlichen Zweig stützt.
- Wir fordern beitragsfreie Offene Ganztagsschulen (OGS). Als ersten Schritt fordern wir ab sofort eine beitragsfreie OGS bis zur zweiten Einkommensstaffel (36.813 Euro Jahresfamilienbruttoeinkommen).
- Personalschlüssel: zusätzliches Personal und Ausstattung für Schulen in sozialen Brennpunkten in KITAs und Schulen.
- Wiedereinführung der Wohnortbindung für GrundschülerInnen
- Schulmittel: Beihilfe für Kinder aus Bedarfsgemeinschaften. In Form einer Erstausstattung mit Schulmitteln wie Schulranzen, Stiften, Malkasten, Büchern, etc.
- Koordinierte Schulentwicklungsplanung mit den Nachbargemeinden im Kreis Rhein-Sieg Kreis.
- Instandhaltung der Schulgebäuden mit rechtzeitiger Renovierung
- Die Kommune soll darauf hinwirken, dass die Gesamtschulplätze vorgezogen und damit vor den möglichen Anmeldungen an anderen Schulen vergeben werden. Aktuell ist das Anmeldeverfahren als Absprache zwischen den Schulen geregelt:
Ausbau des Ganztagsangebote
- öffentliche Trägerschaft der OGS.
- Pädagogisch ausgebildetes Personal für den Nachmittagsbereich zur Sicherstellung von pädagogischen Angeboten in der OGS
- Eine qualitative Verbesserung der Bildungsangebote kann nur einhergehen mit einer Aufwertung der Beschäftigungssituation des Personals. Das bedeutet: besonders eine Bezahlung nach den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes.
- Ausbau der Angebote mit echtem Ganztagsstundenplan Integrative Bildungspolitik in Bonn! Insbesondere in den Bonner Stadtteilen mit hohem Förderbedarf für Kinder mit Migrationshintergrund und deutschen Kindern, bedarf es nach Meinung der LINKEN eine ausreichende sozialpädagogische Betreuung und mehr Personal mit interkulturellen Kompetenzen, Material und Räumlichkeiten. Damit Schulen keine Lernfabriken werden und individuelle Förderung überhaupt stattfinden kann, bedarf es kleinerer Klassen. Kinder- und Jugendeinrichtungen wie Jugendzentren oder Stadtteilbüros in diesen Stadtteilen müssen eine besondere Förderung an Sach- und Personalausstattung erhalten. Projekte, die eine stärkere Einbeziehung von Eltern mit Migrationshintergrund anstreben, finden die Unterstützung unserer Partei. Wir fordern für Jugendliche mit Migrationshintergrund:
- begleitende, zusätzliche Unterstützung in der Ausbildung zur Sicherung des Ausbildungserfolges und zielgruppenspezifische und differenzierte Maßnahmen zur Nachqualifizierung
- Sensibilisierung der Ausbildungsbetriebe für die Chancen, die sich aus der Nutzung von vorhandenen Stärken und Kompetenzen von zugewanderten Jugendlichen, insbesondere im interkulturellen Bereich, ergeben
- Wir setzen uns für längerfristige, solide finanzierte Förder- und Gestaltungsprojekte in verlässlicher Kontinuität ein, die sich die Verbesserung der Lebenslage von Jugendlichen in den Stadtteilen und ihrer beruflichen Qualifizierung zum Ziel setzen. Insbesondere öffentlich geförderte interkulturelle Projekte und Ansätze finden unsere Unterstützung.