DIE LINKE. bei Demonstration und Festival "Planet Diversity" am 12. Mai 2008 in den Bonner Rheinauen

  Bericht: Michael Faber, Bilder: Hamide Akbayir, Christian Hoffmeister

Schon durch die Gründung im Juni 2007 hat DIE LINKE. die politische Vielfalt in der Bundesrepublik vergrößert. Ein wichtiges Anliegen der neuen Partei ist die Ökologie und der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen vor der hemmungslosen Profitgier internationaler Konzerne. Die aktive Unterstützung des alternativen Planet-Diversity-Events im Kontext der aktuellen UN-Gipfel in Bonn war daher selbstverständlich. Viele Helfer, darunter der Bundestagsabgeordnete Hüseyn Aydin und die Mitglieder des Landesvorstandes Hamide Akbayir und Andrej Hunko trugen dazu bei, dass die LINKE ihre Ansichten den mehreren tausend Besuchern während des Protestzuges durch Bonn und später in den Rheinauen präsentieren konnte.

 

Viele überzeugten sich bei strahlendem Sonnenschein, dass DIE LINKE. in der Thematik „Gentechnik“, „Agrotreibstoffe“ und „Biodiversität“ eine strikt auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Politik vertritt. So lehnt DIE LINKE. die ungehemmte Förderung von Agro-Treibstoffen ab. Diese trägt maßgeblich zur Vernichtung von Lebensräumen und Artenvielfalt in der südlichen Hemisphäre bei und ist in klimapolitischer Hinsicht durch die Dezimierung des Regenwaldes katastrophal. Der Beitrag zur aktuellen Preisexplosion bei Grundnahrungsmitteln mit daraus resultierenden Hungerskatastrophen ist erkennbar.

 

Die Problematik der Agrotreibstoffe steht zudem im unmittelbaren Zusammenhang zur Gentechnik. Wenige Großkonzerne überschwemmen mit ihrer Monopolmacht die Agrarmärkte mit verändertem Saatgut und entziehen sich gleichzeitig haftungsrechtlicher Verantwortung.

 

Verantwortungslos ist auch das gnadenlose Ausbeuten der biologischen Vielfalt durch die Patentierung von pflanzlichen und tierischen Stoffen durch multinationale Konzerne. DIE LINKE. lehnt solche Patentierungen und damit die Kommerzialisierung von Gemeinschaftsgütern grundsätzlich ab. Der Vorteilsausgleich für die Bevölkerung der Herkunftsländer wäre aber ein erster Schritt hinzu mehr Gerechtigkeit. DIE LINKE. fordert die Gipfelteilnehmer auf, Ergebnisse im Sinne der Menschen in Nord und Süd zu erzielen und unterstützt den Kampf für eine gerechte und lebenswerte Welt.

 

2010